Praxis im Forum

Historie


Liebe Besucher/innen der Internetseite der
Praxis im Forum, Dr. Angelika Dahmen,

nach zwanzigjähriger Tätigkeit als selbständige, freiberuflich tätige Ärztin in meiner Praxis in Berlin Kreuzberg habe ich im Jahr 2012 entschieden, mich zukünftig verstärkt auf die Angebote zu konzentrieren, die ich meine, besonders gut zu beherrschen und für die es auch in einer Millionenstadt wie Berlin immer noch viel zu wenige Anbieter gibt.

Damit meine ich insbesondere die an einem ganzheitlichen Menschenbild orientierte, anthroposophische, komplementärmedizinische, naturheilkundliche, sanfte, häufig sehr zeitaufwändige, gesprächsorientierte Medizin.

Es ist mir seit Begründung meiner Praxis zum 1. Oktober 1993 immer sehr wichtig gewesen, dass ich selber hinter der Medizin, die ich praktiziere, voll und ganz auch aus einer inneren Überzeugung stehen kann.

Dem gegenüber wirkt das administrationsaufwändige, mehr an der Kostendämpfung ausgerichtete öffentliche Gesundheitswesen mit einer Flut nichtmedizinischer, ständig sich ändernder Regulierungen in das auf Heilung & Selbstheilung ausgerichtete Verhältnis zwischen Ärzten und Patienten ein.

Im Lauf der Jahre habe ich diverse Möglichkeiten und Wege zusammen mit meinen oftmals jahrelang der Praxis verbundenen Patientinnen und Patienten ausprobiert, um die therapeutischen Freiräume, die ich für nötig hielt und halte, zu bewahren und zu verteidigen. Das ist mir nur in sehr begrenztem Umfang gelungen, obwohl viel guter Wille auf beiden Seiten beteiligt war.

Auch die Erweiterung der Einzelpraxis zur Gemeinschaftspraxis zum 1. April 2005 zusammen mit meiner ärztlichen Kollegin, Frau Iris Mellenthin-Fried, mit der ich schon vor dieser Erweiterung einige Jahre erfolgreich zusammengearbeitet hatte, diente diesem Ziel. Wir konnten das Angebot um so wichtige Themen wie klassische Homöopathie erweitern und durch mehr Kapazitäten auch mehr Patienten behandeln. Dieser Schritt stießt schnell auf rege Nachfrage und führte dazu , das wir schon bald zu zweit an der gleichen Stelle standen, wo ich selbst alleine in den Jahren davor bereits stand.

Nachdem Frau Mellenthin-Fried, die selber im Süden von Berlin wohnt, sich mit Wirkung zum 1. Juli 2012 entschieden hatte, ihre ärztliche Tätigkeit nach Steglitz-Zehlendorf zu verlegen, war auch für mich der Zeitpunkt für eine Entscheidung, wie es weitergehen sollte, gekommen.

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2012 habe ich meine Praxis in eine Privatpraxis umgewandelt und bin seitdem im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung in der Verrechnung über die Kassenärztliche Vereinigung nur noch als ärztliche Psychotherapeutin tätig.

Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass dieser Schritt bei vielen Patientinnen und Patienten, die über viele Jahre meine Praxis hoffentlich zufrieden aufgesucht haben, auf große Enttäuschung oder gar Unverständnis stößt. Ich kann dies sehr gut nachvollziehen, habe aber für mich keine andere Möglichkeit gesehen, in anderer Form die Medizin, die ich für richtig halte, hinter der ich voll und ganz stehe und die meine Freude in der Arbeit ausmacht, so weiter zu führen, dass ich dem auch kräftemäßig gewachsen bleibe. Hier unverantwortlich ohne Rücksicht auch auf meine eigenen Kräfte und Reserven zu handeln, hätte letztlich niemandem geholfen.

Ich verbinde daher diese kurze Historie insbesondere mit einem ganz herzlichen Dank an alle Menschen, die mich als Patientinnen und Patienten, Partner und Freunde in diesen 20 Jahren begleitet haben und sich aus dem ein oder anderen Grund entschieden haben, eine andere ärztliche Betreuung zu suchen.

Gleichwohl steht es Ihnen allen frei, sich für einen der vorgestellten Wege der Übernahme der Kosten zu entscheiden und weiter meine Praxis aufzusuchen. Wer sich einmal entschieden hat, der eigenen Gesundheit einen gleich großen Raum wie Urlaub, Erholung, Freizeit, Kleidung und Ernährung einzuräumen, der kann vielleicht auch diesen Schritt als Befreiung verstehen, weil man sich in der Wahl und Bezahlung der Versorgungsangebote nicht mehr bevormunden lässt oder lassen muss.

Berlin im September 2012
Dr. Angelika Dahmen

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